Internistische Arztpraxen

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Infektionsrisiko und Routinen in unserer Praxis

Auch wir sind auf die offiziellen und öffentlichen Informationen der Institutionen angewiesen. Auch wir müssen uns teils an sich sehr kurzfristig ändernde Rahmenbedinungen anpassen.

WICHTIG: Sollten Sie relevante Beschwerden haben, mit denen Sie sonst medizinische Institutionen (Praxis, Krankenhaus, Rettungsstelle, Bereitschaftsdienst 116 117, Notarzt 112, ...) kontaktieren oder aufsuchen würden - tun Sie das bitte auch in der jetzigen Zeit und zögern Sie nicht unnötig aus Angst vor Infektion/Ansteckung!!! Versuchen Sie bei Unklarheiten telefonisch Rat zu bekommen (Praxis, Bereitschaftsdienst 116 117).  

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise bezüglich der derzeitige Betreuung durch unsere Praxis:

Oberste Priorität in der Praxis: Infektionsschutz von Praxispersonal und (inbesondere älteren) Patienten 

  • VERBOT unangekündigter Praxisbesuche bei Erkältungssymptomen
  • aktuell bitten wir
    • jeglichen ungeplanten Erstkontakt mit der Praxis telefonisch vorzunehmen
    • geplante Termine relativ pünktlich wahrzunehmen, um längere Aufenthalte im Wartezimmer zu vermeiden (wir sind ebenfalls bestrebt, die Bestellzeiten optimal einzuhalten, was durch Um- und Abbestellung nicht akut notwendiger Termine erreichbar sein müsste)
    • bei Fragen bezüglich der Notwendigkeit eines Termines können Sie einige Tage vor diesem Termin die Praxis telefonisch kontaktieren
  • Vermeidung unnötiger Praxisbesuche (medizinische oder administrative "Bagatell"gründe)
  • bei anstehenden vereinbarten Sprechstundenterminen können Patienten bei Wohlbefinden die Praxis telefonisch kontaktieren, um das Vorgehen zur Verringerung des Infektionsrisikos zu vereinbaren (dies gilt insbesondere für ältere Patienten ab etwas 65 Jahre und Patienten mit relevanten chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, Lungenerkrankungen, Krebserkrankungen unter Chemo- u/o Strahlentherapie, Dialysetherapie, Rheumapatienten unter Therapie, ...). Rezeptbestellungen von Dauermedikamenten sind in diesen Fällen auch per Email möglich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe von: 1) Patientenname, 2) Medikamentenname 3) Stärke [?mg ?µg] und 4) Anzahl notwendiger N3-Packungen um für 3 Monate versorgt zu sein.

Fokus unserer derzeitigen Sprechstunde:

  • Beratung telefonisch bei Erkältungssymptomen und Coronainfektionsverdacht (ggf. Vermittlung an Coronaambulanz am Vogtlandklinikum)
  • Behandlung allgemeiner Erkrankungen im sonst auch üblichen Rahmen
  • Diagnostik und Therapie von überwiesenen Patienten

Coronavirusinfektion

Bei eventuellen Unklarheiten oder Fragen kontaktieren Sie bitte TELEFONISCH die Praxis, das Gesundheitsamt oder die Kassenärztliche Vereinigung.

Relevante Internetadressen und Telefonnummern:

Robert Koch Institut  
Sächsisches Staatsministerium für Soziales  
Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
Kassenärztliche Vereinigung Bereitschaft 116 117 

 116 117
Vogtlandkreis
Vogtlandkreis - Gesundheitsamt

 03741 30035-70 /-71 /-72 
Plauen  

Alltagsempfehlungen Hygiene

Die allgemeinen und derzeit besonders wichtigen Hygieneregeln dürften inzwischen allen bekannt sein:

  • Händegeben vermeiden
  • in die Ellenbeugen husten
  • häufig Hände waschen

Aus meiner Sicht 5 gute Empfehlungen für häufige Alltagssituationen hat Prof.A. Kekulé gut zusammengefasst:

Alexander Kekulé: 19. März 2020, 16:09 Uhr ZEIT Doctor Nr. 13/2020

1. Komm anderen Gesichtern nicht zu nahe

Das Coronavirus hat es auf die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase abgesehen. Nur durch diese kann es in den Körper eindringen. Über die Atemluft (aerogen) findet, nach derzeitigem Kenntnisstand, keine Übertragung statt. Gefährlich wird es nur, wenn beim Sprechen, Husten oder Niesen Tröpfchen ins Gesicht des Gegenübers spritzen. Die Sekrete fliegen beim Sprechen maximal einen, beim Husten oder Niesen zwei Meter weit. Zusätzlichen Schutz vor der Tröpfcheninfektion bieten eine normale Brille und eine einfache OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz) oder ein über Mund und Nase gebundenes Stofftuch. Wer einem Huster oder Nieser nicht rechtzeitig ausweichen konnte, sollte die Maske sofort wechseln und das Gesicht desinfizieren oder mit Seife waschen. Ein Stofftuch ist nach einer Wäsche bei 60 Grad wieder einsatzbereit. Virushaltiges Sekret auf Haut, Haaren oder Kleidung ist ungefährlich, solange es nicht auf die Schleimhäute gerät.

2. Wasch die Hände, bevor du dir ins Gesicht fasst oder etwas isst

Coronaviren können auf Kleidung, Haut, Haaren und anderen Oberflächen mehrere Stunden lang (ausnahmsweise sogar tagelang) überleben. Wer im Bus einen Griff anfasst, auf dem sich frisches Sekret eines Kranken befindet, und danach die Augen reibt oder sein Essen mit den Händen berührt, kann sich per Schmierinfektion anstecken. Außerhalb der eigenen vier Wände sollte man deshalb niemals Augen, Nasenlöcher oder Lippen mit ungewaschenen Händen berühren. Das ist leichter gesagt als getan. Menschen fassen sich etwa zehn- bis zwanzigmal pro Stunde unbewusst ins Gesicht. Neuropsychologen glauben, dass diese – in allen Kulturkreisen und auch bei Affen vorkommenden – spontanen Selbstberührungen der Gedächtnisfunktion und der emotionalen Stabilisierung dienen. Coronaviren machen sich diesen Reflex zunutze. Ihn konsequent zu unterdrücken ist keine leichte Übung. Wer das nicht schafft, kann sich zur Erinnerung einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen.

3. Umarme nur Menschen, mit denen du Viren austauschen willst

Wenn bei einer Umarmung Haut oder Haare eines Infizierten mit Augen, Mund oder Nase eines (noch) Gesunden in Kontakt kommen, ist das ein Fest für Krankheitserreger aller Art. Die Nächstenliebe in Zeiten des Coronavirus verlangt deshalb strikte Abstinenz von Wangenküsschen und Umarmungen aus gesellschaftlichem Anlass. Unter Partnern und mit den eigenen Kindern sind Küsse dagegen erlaubt, weil sich in einem Haushalt lebende Familienmitglieder sowieso früher oder später gegenseitig anstecken. (Das gilt natürlich nur, wenn kein konkreter Verdacht auf eine Covid-19-Infektion besteht.) Beim Besuch der Großeltern sollte man sich dagegen gut überlegen, ob diesen eine lebensbedrohliche Krankheit zugemutet werden soll.

4. Betrachte öffentliche Innenbereiche als kontaminiert

In öffentlichen Verkehrsmitteln, Gaststätten, Geschäften und anderen allgemein zugänglichen Innenbereichen können Coronaviren auf jeder Oberfläche sitzen. Wer von dort in seine eigenen vier Wände zurückkehrt, sollte äußere Kleidung und Hände als virusbelastet (kontaminiert) ansehen, also gleich den Mantel an die Garderobe hängen und die Hände waschen. Wenn auch die Haare kontaminiert sein könnten (etwa durch die Kopfstütze in der Bahn), sollten sie spätestens vor dem Zubettgehen gewaschen werden. Im Freien ist die Virusbelastung von Oberflächen geringer, weil die Erreger durch Umwelteinflüsse verdünnt und inaktiviert werden.

5. Vermeide Kontakt zu anderen, wenn du Husten oder Fieber hast

In der Coronavirus-Pandemie sollte niemand zur Arbeit, Schule oder Kita gehen, öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Bereiche mit vielen Menschen aufsuchen, wenn er hustet oder Fieber hat (Schnupfen gehört, entgegen anderslautenden Aussagen, nicht zu den typischen Covid-19-Symptomen). Insbesondere Kindertagesstätten müssen diese Regel streng beachten, weil Kinder – nach derzeitigem Kenntnisstand – öfter nur leicht erkranken, aber das Virus ausscheiden können. Wer mit Fieber oder Husten einkaufen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss, sollte sich vorher die Hände waschen und eine OP-Maske oder ein Stofftuch über Mund und Nase tragen. Beides muss trocken sein, sonst entstehen beim Ausatmen virushaltige Tröpfchen.

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Bereitschaftsdienste - 116 117
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